Unsere Kurse – Mehrsprachigkeit ist klasse!
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Deine Sprache zählt!

Wenn Kinder in Deutschland aufwachsen, dann lernen sie in der Kita und in der Schule Deutsch. Oft lernen sie ihre Muttersprache beziehungsweise Erstsprache nur in der Familie. Deswegen sprechen viele Kinder ihre Erstsprache nicht so gut. Aber die Erstsprache ist wichtig. Zum Beispiel, um mit den Eltern oder Oma und Opa zu sprechen. Oft lernen die Kinder auch leichter Deutsch, wenn sie ihre Erstsprache können. Wir wollen, dass diese Kinder auch in Deutschland ihre Erstsprache lernen können – und zwar so gut und professionell wie Deutsch in der Schule. Darum bieten wir Kurse in verschiedenen Sprachen an.

Manche Kinder können ihre Sprache schon gut sprechen, müssen aber das Schreiben noch mehr üben. Andere Kinder können vielleicht nur auf Deutsch schreiben, aber nicht auf Arabisch oder Ukrainisch. In den Kursen machen die Kinder da weiter, wo sie gerade stehen. Sie lernen, verbessern und festigen ihre Sprache. Dazu gehört auch, dass die Kinder sich mit der Kultur des Herkunftslandes beschäftigen. Außerdem lernen sie, dass ihre Herkunftssprache beziehungsweise Erstsprache sehr nützlich für sie sein kann und für ihre Persönlichkeit sehr wichtig ist.  

Die Kurse bei „Mehrsprachigkeit ist klasse!“ werden von Muttersprachler:innen geleitet. So können die Kinder ihre Erstsprachen authentisch lernen. Die meisten Dozent:innen haben als Lehrer:innen oder in ähnlichen Berufen gearbeitet. Sie werden im Projekt von der Kindersprachbrücke geschult und begleitet. So können wir sicher sein, dass alle Dozent:innen das gleiche Ziel haben und gute Arbeit machen können.

Die Kurse sind freiwillig und finden am Nachmittag nach der Schule statt, damit alle Kinder, die möchten, teilnehmen können. Sie können an ganz unterschiedlichen Orten stattfinden, zum Beispiel in einer Schule, einem Gemeindehaus, einem Verein oder einer Bibliothek. Einmal pro Woche treffen sich die Kinder für 2-4 Unterrichtseinheiten zum Lernen (1 Unterrichtseinheit = 45 Minuten). Die Kurse können vor Ort, aber auch online stattfinden, damit viele Kinder aus einer Region teilnehmen können.

Mitmachen können alle Kinder und Jugendlichen von 6-21 Jahren, die eine andere Erstsprache als Deutsch gelernt haben. Die Kurse richten sich nach den Kenntnissen der Teilnehmer:innen. Es ist also egal, ob sie Anfänger:innen oder Fortgeschrittene sind.

Der monatliche Beitrag liegt bei 10,50 € pro Kind.

Die Erstsprache ist ein wichtiger Teil der familiären und kulturellen Identität. Für die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen ist es wichtig, dass sie alle ihre Sprache(n) als etwas Wertvolles ansehen können, denn so wird der familiäre Zusammenhalt gefordert, insbesondere mit Familienmitgliedern, die selbst kein Deutsch sprechen oder es selbst erst erlernen.  

  • Die Kinder sollten gleichzeitig Deutsch und ihre Erstsprache lernen. Denn wer die Erstsprache beherrscht, kann auch die Zweitsprache Deutsch leichter lernen, das wissen wir aus verschiedensten wissenschaftlichen Untersuchungen. Im Gegensatz dazu können Kindern, die ihre Erstsprache schlecht beherrschen, häufig auch schlechter Deutsch. Eltern sollten mit ihren Kindern die Sprache sprechen, die sie selbst am besten beherrschen, um ihnen ein Umfeld mit einem großen Angebot an sprachlichen Reizen zu bieten.

 

  • Das gleichzeitige Erlernen von Deutsch und der Erstsprache bringt Vorteile für die kognitive Entwicklung des Kindes. Die Forschung zeigt, dass bereits junge Kinder ab drei Jahren, die mehrsprachig aufwachsen, sich nicht so schnell ablenken lassen, sich Anweisungen besser merken und auf neue Anweisungen auch besser einstellen können, als Kinder in demselben Alter, die nur eine Sprache erlernen.

 

Quellen:

Leyendecker, B. (2016). Bilingualität und Familie. In: Kracke, B., Noack, P. (eds). Handbuch Entwicklungs- und Erziehungspsychologie. Springer Reference Psychologie. Springer VS: Berlin, Heidelberg.
Sammann, L. (Januar 2021). Herkunftssprachlicher Unterricht: Das Potenzial mehrsprachig aufwachsender Kinder heben. Deutschlandfunk.

  • Ohne zusätzlichen Unterricht bleibt der Wortschatz der Kinder in der Erstsprache oft auf Alltagsthemen beschränkt, da sie immer wieder über ähnliche Themen mit der Familie sprechen. Für das Erlernen der Erstsprache ist es auch wichtig, die Schriftsprache zu beherrschen. Der Unterricht in der Herkunftssprache bietet Anreize, sich altersgerecht mit anderen Themen und Inhalten unter pädagogischer Anleitung zu beschäftigen.
  • Vielen Eltern bleibt im Alltag oft keine Zeit, den Kindern selbst umfassend die Sprache zu vermitteln.
  • In den Kursen in der Erstsprache haben die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen, Freundschaften zu schließen. Das stärkt das Gefühl der Zugehörigkeit.

Sie haben Fragen? Melden Sie sich bei uns!

Tel.: 03641 554 927 201

Hier gibt es überall Kurse:

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Vielfalt leben, Lesefreude wecken, Bildungschancen steigern –

mit dem Bücherkoffer Programm!

Mit einem neuen Angebot unterstützen wir Schüler:innen, Freude am Lesen und Vorlesen mit ihren Familien zu entdecken. Seit März 2024 rollt der mehrsprachige Bücherkoffer in die Familien unserer Schüler:innen. Vorerst nehmen 6 Kurse am Programm teil. 

Egal, welche Sprache Kinder und Eltern mitbringen – im Bücherkoffer ist für jede Familie etwas dabei. Es gibt für jeden Kurs 24 verschiedene Kinderbücher in bis zu 50 Sprachen. Der Bücherkoffer fördert das (Vor-)Lesen in der Familiensprache. Jedes Kind lernt, dass seine Sprache und Kultur ein Schatz sind und kann ganz nebenbei neue Sprachen entdecken. Der Bücherkoffer leistet damit einen Beitrag zur sprachlichen Bildung für alle Kinder und stärkt sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung. 

Und so rollt der Bücherkoffer…

Der Bücherkoffer begleitet einen Kurs mindestens über die Dauer eines Schuljahres. Jede Woche nimmt ein Kind den blauen Koffer mit 12 mehrsprachigen, interkulturellen und inklusiven Büchern mit nach Hause. Aber auch für Lehrkräfte und Eltern gibt es verschiedene Angebote, wie zum Beispiel den Elternworkshop „Erzählen und Vorlesen in der Familie“. So können das Lernen im Unterricht und das Lernen zu Hause eng miteinander verknüpft werden.  

Informationen und Videos zum Vorlesen für Eltern gibt es auf der Webseite des Vereins coach@school e.V.: https://www.coachatschool.org/informationen-fuer-eltern2/